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Was in der Transfergesellschaft passiert – Ablauf und Alltag

Du weißt dass du in die Transfergesellschaft wechselst – aber was passiert dort eigentlich? Wir erklären den Ablauf von Tag 1 bis zum Ende der Laufzeit.

Auf einen Blick

Was im Eintrittsvertrag wirklich drin stehen muss – und welche Klauseln du nie unterschreiben solltest. ↓

Viele Menschen treten in eine Transfergesellschaft ein ohne genau zu wissen was sie erwartet. Das führt zu Unsicherheit – und dazu dass wertvolle Angebote nicht genutzt werden.

Dabei ist die Zeit in der Transfergesellschaft eine echte Chance. Wer sie aktiv nutzt hat deutlich bessere Aussichten auf einen schnellen Wiedereinstieg.

Der Ablauf Schritt für Schritt

1

Eintritt und Erstgespräch

Du unterschreibst den Aufhebungsvertrag mit deinem alten Arbeitgeber und den Arbeitsvertrag mit der Transfergesellschaft. Kurz darauf folgt ein Erstgespräch mit einem persönlichen Berater. Dabei geht es um deine Situation, deine Ziele und den Plan für die nächsten Monate.

2

Profiling und Standortbestimmung

Wo stehst du beruflich? Was kannst du? Was willst du? In der Profiling-Phase werden deine Stärken, Erfahrungen und Ziele systematisch erfasst. Daraus entsteht dein individueller Entwicklungsplan.

3

Qualifizierung und Weiterbildung

Du kannst Kurse und Weiterbildungen absolvieren – finanziert über die Transfergesellschaft und die Bundesagentur für Arbeit. Das können kurze Zertifikatslehrgänge sein, IT-Kurse, Sprachkurse oder längere Qualifizierungen.

4

Bewerbungsunterstützung

Lebenslauf, Anschreiben, LinkedIn-Profil, Bewerbungsgespräch-Training – das alles gehört zum Angebot der Transfergesellschaft. Gute Anbieter haben zudem Kontakte zu Arbeitgebern in der Region und vermitteln aktiv.

5

Aktive Jobsuche

Du bewirbst dich – mit Unterstützung deines Beraters. Du meldest Gespräche und Angebote zurück. Die Transfergesellschaft hilft dir bei der Einschätzung von Angeboten und bei Verhandlungen.

6

Austritt – mit oder ohne neuen Job

Ideal: Du verlässt die Transfergesellschaft mit einem neuen Arbeitsvertrag. Wenn nicht: Du hast in der Regel Anspruch auf ALG I – und die Zeit in der Transfergesellschaft zählt als Beschäftigungszeit.

Was du aktiv einfordern kannst

Nicht alle Transfergesellschaften bieten von sich aus alles an. Frag aktiv nach:

Tipp: Behandle die Transfergesellschaft wie einen Job. Komm pünktlich zu Terminen, arbeite deinen Entwicklungsplan ab und melde dich wenn du nicht weiterkommst. Wer aktiv mitmacht findet schneller einen neuen Job.

Was passiert wenn du vorzeitig einen Job findest?

Das ist das Ziel – und es ist problemlos möglich. Wenn du während der Transfergesellschaft einen neuen Job antritts, endet dein Vertrag mit der Transfergesellschaft. Das T-KUG endet ebenfalls. Manche Sozialpläne sehen eine Prämie vor wenn du vorzeitig ausscheidest – schau in deinen Sozialplan.

Wichtig: Melde einen neuen Job sofort der Transfergesellschaft. Verschweigen kann als Vertragsverletzung gewertet werden – und hat Konsequenzen für das T-KUG.

Häufige Fragen zum Alltag in der Transfergesellschaft

Muss ich täglich in der Transfergesellschaft erscheinen?

Das hängt vom Anbieter ab. Manche haben feste Präsenzzeiten, andere arbeiten flexibel mit Terminen. Im Arbeitsvertrag mit der Transfergesellschaft steht was von dir erwartet wird.

Kann ich während der Transfergesellschaft Urlaub nehmen?

Ja – du hast einen Arbeitsvertrag mit der Transfergesellschaft und damit auch Urlaubsanspruch. Stimme Urlaub mit deinem Berater ab.

Was wenn ich mit meinem Berater nicht zurechtkomme?

Sprich es direkt an. Du kannst in der Regel einen Beraterwechsel beantragen. Eine gute Beziehung zum Berater ist wichtig für den Erfolg – das wissen seriöse Anbieter.

Kann ich die Zeit für eine Selbstständigkeit nutzen?

Ja – die Transfergesellschaft kann auch bei der Vorbereitung einer Selbstständigkeit unterstützen. Sprich deinen Berater darauf an. Nebeneinkünfte aus erster selbstständiger Tätigkeit musst du aber melden.

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Sven Schultz – Herausgeber transfermonitor.de
Sven Schultz
Herausgeber & Chefredakteur  ·  LinkedIn

Erfahrung in beruflicher Qualifizierung und Arbeitsmarktförderung. Zusammenarbeit mit Reha-Kostenträgern (Deutsche Rentenversicherung, Krankenkassen), Aufbau von Qualifizierungsprozessen für KMU, seit 2025 im FbW- und AVGS-System tätig. Regional vernetzt mit Agenturen für Arbeit und Jobcentern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Mehr über die Redaktion →

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