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Was ist ein AVGS? – Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein einfach erklärt

Der AVGS ist ein kostenloser Gutschein der Bundesagentur für Arbeit – für Coaching, Bewerbungstraining und Karriereberatung. Wir erklären wer ihn bekommt und was damit möglich ist.

Auf einen Blick

  • AVGS = Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein – ausgestellt von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.
  • Es gibt drei Arten: MAT (Maßnahme), MPAV (Vermittlung durch Private) und MAG (Arbeitgeber-Maßnahme).
  • ALG-I-Empfänger haben nach 6 Wochen Arbeitslosigkeit einen gesetzlichen Rechtsanspruch – alle anderen erhalten ihn nach Ermessen.

Der entscheidende Unterschied zwischen MAT und MPAV – und welcher für dich mehr bringt – wird unten erklärt. ↓

Du bist arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht – und weißt nicht wie es beruflich weitergehen soll? Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) ist ein Instrument das dir genau dabei helfen kann. Kostenlos. Ohne bürokratischen Aufwand. Und oft schneller zu bekommen als gedacht.

Was ist der AVGS?

AVGS steht für Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Er ist eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit nach § 45 SGB III. Mit dem AVGS kannst du Maßnahmen bei privaten Trägern in Anspruch nehmen – zum Beispiel Coaching, Bewerbungstraining, Karriereberatung oder Eignungsdiagnostik.

Du zahlst dabei nichts. Der Gutschein wird direkt mit dem Anbieter abgerechnet – du bringst ihn mit und die Leistung ist für dich kostenlos.

100%
kostenlos für dich – Bundesagentur für Arbeit zahlt
§ 45
SGB III – gesetzliche Grundlage des AVGS
6 Wochen
typische Gültigkeitsdauer eines AVGS

Wofür kann ich den AVGS nutzen?

Der AVGS kann für verschiedene Maßnahmen eingesetzt werden – je nachdem welche Zielsetzung dein Arbeitsvermittler festlegt:

Coaching & Beratung

Karriereberatung, berufliche Neuorientierung, Stärken-Schwächen-Analyse, Eignungsdiagnostik – für Menschen die nicht wissen wohin sie beruflich wollen.

Bewerbungsunterstützung

Lebenslauf, Anschreiben, LinkedIn-Profil, Bewerbungsgespräch-Training – gezielte Vorbereitung auf die Jobsuche.

Vermittlung in Arbeit

Private Arbeitsvermittler können mit dem AVGS beauftragt werden – mit Erfolgsprämie wenn du in Arbeit vermittelt wirst. Der Vermittler erhält eine erste Rate nach 6 Wochen und den Restbetrag nach 6 Monaten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Aktivierungsmaßnahmen

Heranführung an den Arbeitsmarkt, Stabilisierung, Motivation – für Menschen die länger aus dem Berufsleben heraus sind.

Wer bekommt einen AVGS?

Den AVGS kann bekommen wer bei der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter gemeldet ist und Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung benötigt. ALG-I-Empfänger haben nach 6 Wochen Arbeitslosigkeit einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf den AVGS (§ 45 Abs. 7 SGB III). Alle anderen – Bürgergeld-Empfänger, von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen, Berufsrückkehrer – erhalten ihn nach Ermessen der Vermittlungsfachkraft. In jedem Fall gilt: aktiv danach fragen.

Wichtig: Den AVGS bekommst du nicht automatisch – du musst ihn aktiv beim Arbeitsvermittler anfragen. Formuliere konkret was du brauchst: „Ich möchte einen AVGS für Karrierecoaching beantragen." Wie du das am besten machst erklären wir auf der AVGS beantragen Seite.

AVGS – die zwei Varianten

Es gibt zwei verschiedene Arten des AVGS die unterschiedliche Zwecke haben:

AVGS zur Aktivierung (§ 45 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 3, 4 SGB III)

Dieser AVGS wird für Coaching, Beratung und Qualifizierungsmaßnahmen genutzt. Du gehst damit zu einem zugelassenen Träger und nimmst die Leistung in Anspruch.

AVGS zur Vermittlung (§ 45 Abs. 4 Satz 3 Nr. 2 i.V.m. § 45 Abs. 7 SGB III)

Dieser AVGS berechtigt einen privaten Arbeitsvermittler dich aktiv in Arbeit zu vermitteln. Er bekommt eine Prämie wenn er erfolgreich ist – das motiviert ihn sich für dich einzusetzen.

Gut zu wissen: Der AVGS zur Vermittlung ist besonders interessant wenn du schnell einen Job findest. Die Prämie für den Vermittler beträgt bis zu 2.500 € – das zahlt die Bundesagentur für Arbeit, nicht du.

Häufige Fragen zum AVGS

Wie lange ist ein AVGS gültig?

Die Gültigkeitsdauer steht direkt auf dem Gutschein und wird individuell von der Vermittlungsfachkraft festgelegt – typisch sind 1 bis 3 Monate. Wenn du ihn nicht innerhalb dieser Zeit einlöst verfällt er – du kannst aber einen neuen beantragen.

Kann ich mir den Anbieter selbst aussuchen?

Ja – du kannst dir den Anbieter selbst aussuchen, solange er für die jeweilige Maßnahme zugelassen ist. Die Zulassung erkennst du am AZAV-Zertifikat. Mehr dazu auf unserer Seite zu seriösen AVGS-Anbietern.

Was ist der Unterschied zwischen AVGS und Bildungsgutschein?

Der Bildungsgutschein finanziert längere Weiterbildungen und Umschulungen. Der AVGS finanziert kürzere Aktivierungs- und Beratungsmaßnahmen. Beide können kombiniert werden – erst AVGS für Orientierung, dann Bildungsgutschein für die Weiterbildung.

Bekomme ich den AVGS auch wenn ich noch arbeite?

Ja – wenn du von Arbeitslosigkeit bedroht bist kannst du ebenfalls einen AVGS beantragen. Das gilt zum Beispiel wenn du eine Kündigung erhalten hast oder dein Betrieb Stellen abbaut.

Was passiert wenn der Anbieter nicht zugelassen ist?

Dann wird der AVGS nicht anerkannt und die Kosten werden nicht erstattet. Prüfe immer vorher ob der Anbieter AZAV-zertifiziert ist.

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Sven Schultz – Herausgeber transfermonitor.de
Sven Schultz
Herausgeber & Chefredakteur  ·  LinkedIn

Erfahrung in beruflicher Qualifizierung und Arbeitsmarktförderung. Zusammenarbeit mit Reha-Kostenträgern (Deutsche Rentenversicherung, Krankenkassen), Aufbau von Qualifizierungsprozessen für KMU, seit 2025 im FbW- und AVGS-System tätig. Regional vernetzt mit Agenturen für Arbeit und Jobcentern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Mehr über die Redaktion →

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