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Nicht jeder AVGS-Anbieter hält was er verspricht. Wir zeigen dir wie du seriöse Coaches und Träger erkennst – und welche Warnsignale dich aufhorchen lassen sollten.
Auf einen Blick
Die 3 Fragen die du im Erstgespräch stellen musst – und bei welchen Antworten du die Finger davon lassen solltest. ↓
Du hast deinen AVGS in der Hand – jetzt musst du einen Anbieter finden. Das klingt einfach, ist es aber nicht immer. Der Markt für ABE-Maßnahmen im AVGS-Kontext ist groß und unübersichtlich. Manche Anbieter sind ausgezeichnet, andere nehmen den Gutschein nur als Einnahmequelle mit.
Hier erfährst du wie du den Unterschied erkennst.
Das Wichtigste zuerst: Ein Anbieter darf den AVGS nur einlösen wenn er nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert ist. Ohne AZAV-Zertifikat wird der Gutschein nicht anerkannt – und du gehst leer aus.
Die Checkliste oben prüft Formalien. Die eigentliche Qualität entscheidet sich an sechs Punkten – und die siehst du erst im Gespräch:
Gutes Coaching beginnt mit einer echten Standortbestimmung: Wer bist du, was kannst du, was willst du? Ohne diese Basis bleibt jede Beratung beliebig.
Du bekommst von Anfang an einen Plan: was wann passiert, welche Ziele verfolgt werden, woran der Erfolg gemessen wird.
Du arbeitest mit einer Person, nicht mit wechselnden Gesichtern. Die Beziehung zum Coach entscheidet mit über den Erfolg.
Ein guter Coach sagt dir auch Unbequemes. Wer nur nickt und lobt, bringt dich nicht weiter.
Gute Anbieter kennen Arbeitgeber vor Ort. Sie vermitteln, nicht nur beraten.
Frag nach der Vermittlungsquote der letzten zwölf Monate. Seriöse Anbieter nennen diese Zahl.
Stell diese Fragen, bevor du dich festlegst:
AZAV steht für Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung. Die Zertifizierung ist Pflichtvoraussetzung für jeden AVGS-Anbieter – aber sie ist auch mehr als eine Formalie.
Im Rahmen der Zertifizierung werden Träger regelmäßig auf Qualitätsmanagement, Prozesse und Ergebnisse geprüft. Ein aktuelles Zertifikat ist ein Mindestindikator für Qualität – kein Garant. Die Fragen oben zeigen dir den Unterschied.
Die Bundesagentur für Arbeit betreibt die Datenbank KURSNET – dort sind zugelassene Träger und Maßnahmen gelistet. Du kannst dort nach Angeboten in deiner Region suchen.
Nichts – wenn du den AVGS hast und der Anbieter AZAV-zertifiziert ist. Der Anbieter rechnet direkt mit der Bundesagentur für Arbeit ab. Du zahlst keinen eigenen Beitrag, keine Anzahlung, keine Verwaltungsgebühr.
An einem aktuellen AZAV-Zertifikat für genau deine Maßnahmeart, einem kostenlosen Erstgespräch, einem schriftlichen Maßnahmeplan, einem festen Ansprechpartner und konkreten Angaben zur Vermittlungsquote. Wer bei diesen Fragen ausweicht, ist es meist nicht.
Ja, das ist Pflichtvoraussetzung. Wichtig dabei: Die Zulassung gilt für bestimmte Maßnahmearten. Der Anbieter muss für genau die Art zugelassen sein, die auf deinem AVGS steht – sonst wird die Maßnahme nicht bewilligt.
Nichts. Der Anbieter rechnet direkt mit der Bundesagentur für Arbeit ab. Verlangt jemand eine Vorauszahlung, einen Eigenanteil oder eine Anmeldegebühr, ist das ein deutliches Warnsignal.
Nach dem konkreten Wochenablauf, dem festen Ansprechpartner, der Betreuungsrelation, der Vermittlungsquote der letzten zwölf Monate, der Erfahrung mit deiner Branche und Altersgruppe, dem Vorgehen bei Unzufriedenheit und nach Referenzen.
Ja. In der Wahl des Trägers bist du frei – die Agentur darf aus Neutralitätsgründen keine bestimmten Anbieter empfehlen. Sie kann den Gutschein aber regional beschränken und legt Ziel und Inhalt der Maßnahme fest.
Sprich das Problem zuerst beim Anbieter an und dokumentiere es. Bleibt es ungelöst, wende dich an deine Vermittlungsfachkraft. Bei schwerwiegenden Qualitätsmängeln kann die Agentur die Geltung des Gutscheins für einen Träger ausschließen.
Online-Coaching kann förderfähig sein, ist aber kein Qualitätsmerkmal an sich. Prüfe, ob dein Gutschein regional beschränkt ist und ob die Online-Form vom Maßnahmeziel gedeckt ist. Fehlt jeder persönliche Kontakt und bleibt der Anbieter bei Nachfragen vage, ist Vorsicht angebracht.
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