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Umschulung – wer bekommt sie und was wird gefördert?

Eine Umschulung bedeutet: komplett neuer Beruf, komplett neue Chance. Wir erklären wer gefördert wird, wie lange es dauert und was du monatlich bekommst.

Auf einen Blick

  • Eine geförderte Umschulung dauert in der Regel 2 Jahre – mit Bildungsgutschein komplett kostenfrei.
  • Während der Umschulung erhältst du weiter ALG I oder Bürgergeld – plus Weiterbildungsgeld (150 €/Monat) – bei abschlussorientierten Weiterbildungen für Arbeitslose (§ 87a SGB III).
  • Voraussetzung: Die neue Berufsrichtung muss Arbeitsmarktchancen verbessern – das prüft die Agentur.

Welche Berufe aktuell besonders gut gefördert werden – und wie du die Agentur von deinem Wunschberuf überzeugst. ↓

Dein bisheriger Beruf gibt es nicht mehr – oder du kannst ihn aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter ausüben. Eine Umschulung ist dann oft der einzige Weg nach vorne.

Der Staat fördert Umschulungen großzügig. Aber nicht jeder bekommt automatisch eine. Und nicht jede Umschulung wird vollständig bezahlt.

Was ist eine Umschulung?

Eine Umschulung ist eine vollständige Berufsausbildung – nur kürzer. Statt drei Jahren dauert sie in der Regel zwei Jahre. Am Ende hast du einen anerkannten Berufsabschluss in einem neuen Berufsfeld.

Das unterscheidet sie von einer Weiterbildung: Bei einer Weiterbildung baust du auf deinem bisherigen Beruf auf. Bei einer Umschulung fängst du in einem neuen Berufsfeld von vorne an.

Wichtig: Eine Umschulung ist kein Studium und keine Schnellkurs-Weiterbildung. Sie ist eine vollwertige Ausbildung mit Abschlussprüfung – anerkannt von IHK, HWK oder anderen Kammern.

Wer bekommt eine geförderte Umschulung?

✓ Gute Voraussetzungen

Du bist arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht. Dein bisheriger Beruf existiert nicht mehr oder du kannst ihn nicht mehr ausüben. Du hast ein klares Berufsziel.

✓ Auch möglich

Du hast keinen Berufsabschluss und bist bereits länger im Berufsleben. Eine Umschulung kann dir den ersten anerkannten Abschluss bringen.

✗ Schwieriger

Du bist berufstätig und möchtest dich umorientieren. Hier gibt es andere Wege – zum Beispiel berufsbegleitende Umschulungen oder das Qualifizierungschancengesetz.

✗ Kein Anspruch

Die gewünschte Umschulung passt nicht zum Arbeitsmarkt in deiner Region. Die Agentur für Arbeit prüft immer ob es für den neuen Beruf auch Jobs gibt.

Umschulung vs. Weiterbildung – der Unterschied

Umschulung
Weiterbildung
Komplett neuer Beruf
Aufbau auf bestehendem Beruf
2 Jahre Dauer (Vollzeit)
Wochen bis Monate
Anerkannter Berufsabschluss
Zertifikat oder Nachweis
Bildungsgutschein möglich
Bildungsgutschein möglich
Höherer Förderbedarf
Geringerer Förderbedarf

Was wird gefördert – und wie viel bekommst du?

Lehrgangskosten

Die Kosten der Umschulung werden über den Bildungsgutschein gefördert. Das schließt Unterrichtsmaterial, Prüfungsgebühren und Lernmittel ein.

Lebensunterhalt

Während der Umschulung bekommst du weiterhin ALG I oder ALG II – je nach deiner Situation. Die Höhe bleibt in der Regel gleich wie vor der Umschulung.

Fahrtkosten

Wenn der Umschulungsort weiter entfernt ist, können Fahrtkosten erstattet werden. Das klärt dein Berater im Einzelfall.

Tipp: Wenn du während der Umschulung Kinder betreust, kannst du zusätzlich Kinderbetreuungskosten beantragen. Frag deinen Berater bei der Agentur für Arbeit danach.

Betriebliche vs. schulische Umschulung

Schulische Umschulung

Du lernst in einem Bildungszentrum – Vollzeit, strukturiert, mit festem Stundenplan. Das ist die häufigste Form der geförderten Umschulung.

Betriebliche Umschulung

Du lernst direkt in einem Unternehmen – ähnlich wie eine reguläre Ausbildung. Der Betrieb bekommt dafür oft eine Förderung. Du hast den Vorteil: Du bist von Anfang an in der Praxis und hast nach der Umschulung oft schon einen Fuß in der Tür.

Wussten du? Bei einer betrieblichen Umschulung bekommst du vom Unternehmen oft eine kleine Vergütung – zusätzlich zu deinem ALG. Frag beim Unternehmen nach.

Häufige Fragen zur Umschulung

Wie lange dauert eine Umschulung?

In der Regel 2 Jahre – das ist die verkürzte Form der normalen 3-jährigen Ausbildung. Manche Umschulungen dauern auch nur 18 Monate, je nach Berufsfeld.

Kann ich mir den Beruf für die Umschulung selbst aussuchen?

Ja – aber die Agentur für Arbeit prüft ob der Beruf zu deiner Situation passt und ob es dafür Jobs in deiner Region gibt. Komm mit einem konkreten Vorschlag ins Gespräch.

Was passiert wenn ich die Umschulung abbricht?

Das kann Konsequenzen für dein ALG haben. Brich eine Umschulung nie ohne vorheriges Gespräch mit deiner Agentur für Arbeit ab. Manchmal gibt es bessere Lösungen als einen Abbruch.

Kann ich eine Umschulung auch in Teilzeit machen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen – zum Beispiel wenn du Kinder betreust oder pflegebedürftige Angehörige hast. Sprich deinen Berater darauf an.

Umschulung mit 40, 50 oder 55 – lohnt das noch?

Ja – und die Agentur für Arbeit fördert ältere Arbeitnehmer sogar besonders gerne, weil sie erfahren und zuverlässig sind. Lass dich nicht entmutigen. Eine Umschulung mit 50 ist kein Ausnahmefall.

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Sven Schultz – Herausgeber transfermonitor.de
Sven Schultz
Herausgeber & Chefredakteur  ·  LinkedIn

Erfahrung in beruflicher Qualifizierung und Arbeitsmarktförderung. Zusammenarbeit mit Reha-Kostenträgern (Deutsche Rentenversicherung, Krankenkassen), Aufbau von Qualifizierungsprozessen für KMU, seit 2025 im FbW- und AVGS-System tätig. Regional vernetzt mit Agenturen für Arbeit und Jobcentern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Mehr über die Redaktion →

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