Profiling in der Transfergesellschaft: Ablauf, Zweck und Vorbereitung
Vor dem Wechsel in eine Transfergesellschaft steht häufig ein Profiling oder eine Feststellung der Eingliederungsaussichten. Es ist kein Bewerbungstest, sondern soll klären, wie deine Chancen verbessert werden können.
- § 111 SGB III verlangt vor der Überleitung grundsätzlich eine arbeitsmarktlich zweckmäßige Feststellung der Eingliederungsaussichten.
- Das Profiling sollte Stärken, Vermittlungshemmnisse, Qualifizierungsbedarf und Zielberufe klären.
- Wenn die Feststellung ausnahmsweise nicht rechtzeitig möglich war, ist sie im unmittelbaren Anschluss innerhalb eines Monats nachzuholen.
- Ein gutes Profiling endet mit konkreten nächsten Schritten, nicht nur mit einem Formular.
Nimm das Profiling ernst: Es entscheidet oft, ob Beratung und Qualifizierung später wirklich zu dir passen.
Was beim Profiling geprüft wird
Typisch sind Fragen zu Berufsweg, Qualifikationen, Gesundheit, Mobilität, Gehaltsziel, Bewerbungsunterlagen, Weiterbildungsbedarf und regionalem Arbeitsmarkt. Seriös ist das Profiling, wenn daraus ein realistischer Integrationsplan entsteht.
So bereitest du dich vor
- 1
Unterlagen sammeln
Bring Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate, Stellenanzeigen und falls vorhanden gesundheitliche Einschränkungen mit.
- 2
Zielrollen notieren
Schreibe drei passende Zielberufe oder Tätigkeiten auf, auch wenn du noch unsicher bist.
- 3
Weiterbildungslücken benennen
Notiere konkret, welche Kenntnisse fehlen: Software, Sprache, Führerschein, Pflege, IT, kaufmännische Themen.
- 4
Ergebnis verlangen
Frag am Ende nach einem schriftlichen nächsten Schritt: Vermittlung, Qualifizierung oder Bewerbungsstrategie.
Warnzeichen
Schwach ist ein Profiling, wenn nur Standardfragen abgehakt werden und danach keine konkrete Strategie entsteht. Frag dann nach: Welche Maßnahme folgt daraus für mich?
Häufige Fragen
Ist Profiling Pflicht?
§ 111 SGB III nennt eine arbeitsmarktlich zweckmäßige Maßnahme zur Feststellung der Eingliederungsaussichten als persönliche Voraussetzung.
Muss ich beim Profiling alles offenlegen?
Für Vermittlung und Qualifizierung sind relevante Informationen wichtig. Gesundheitsdaten solltest du nur so weit nennen, wie sie für Einsatzfähigkeit und passende Zielrollen nötig sind.
Was passiert nach dem Profiling?
Gute Transferarbeit nutzt das Ergebnis für Bewerbungsstrategie, Qualifizierung und Vermittlungsvorschläge.
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Rechtsgrundlagen und Quellen