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Der Betriebsrat ist dein wichtigster Ansprechpartner wenn Stellen abgebaut werden. Wir erklären was er tun kann, was er tun muss – und wie du ihn gezielt nutzt.
Auf einen Blick
Was du tun kannst wenn der Betriebsrat nicht angehört wurde – dein stärkstes Argument vor Gericht. ↓
Stellenabbau, Betriebsschließung, Massenentlassung – in all diesen Situationen ist der Betriebsrat eine zentrale Kraft. Er verhandelt den Sozialplan, prüft die Sozialauswahl und hat Mitbestimmungsrechte die dir als Arbeitnehmer direkt zugutekommen.
Aber: Der Betriebsrat vertritt die Belegschaft – nicht einzelne Personen. Was er für dich tun kann und was nicht, erklären wir hier.
Bevor der Arbeitgeber eine Kündigung ausspricht muss er den Betriebsrat anhören. Das gilt für jede einzelne Kündigung. Eine Kündigung ohne vorherige Anhörung des Betriebsrats ist unwirksam.
Der Betriebsrat kann einer Kündigung widersprechen – zum Beispiel wenn die Sozialauswahl falsch war oder eine Weiterbeschäftigung möglich wäre. Wenn der Betriebsrat widerspricht musst du als Arbeitnehmer bis zum Abschluss eines Kündigungsschutzprozesses weiterbeschäftigt werden.
Bei größeren Betriebsänderungen – Stellenabbau von mehr als 5% der Belegschaft, Betriebsschließung, Verlagerung – muss der Arbeitgeber einen Interessenausgleich verhandeln und einen Sozialplan abschließen. Ohne Betriebsrat kein Sozialplan.
Nein – du musst nicht. Aber es kann sinnvoll sein. Der Betriebsrat kann prüfen ob die Kündigung formal korrekt war und ob er widerspricht. Das kostet dich nichts und kann viel bringen.
Die Kündigung ist unwirksam – das ist ein klarer Fehler der zur Anfechtung führt. Wer eine solche Kündigung erhält sollte sofort einen Anwalt einschalten und Kündigungsschutzklage einreichen.
Ja – Betriebsratsmitglieder können unter bestimmten Voraussetzungen abberufen werden. Das ist allerdings ein aufwändiger Prozess. Einfacher ist es bei der nächsten Betriebsratswahl bessere Kandidaten zu wählen.
Dann fehlen wichtige Schutzrechte – kein Sozialplan, keine Mitbestimmung bei Betriebsänderungen. Du bist stärker auf individuelle Verhandlung und rechtliche Schritte angewiesen. Eine Gewerkschaft kann hier unterstützen.
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